Tierversuchsstatistik 2008

Makake-Äffchen mit geöffneter Schädeldecke

Laut vorgelegter Tierversuchsstatistik für 2008 geht hervor, dass im Jahr 2008 die Tierversuchszahlen kontinuierlich angestiegen sind. Es wurden im Namen der Wissenschaft 2.692.890 Millionen Tiere verbraucht.
War es nicht Deutschland, welches im Jahr 2002 als erstes Land in der EU den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen und ihn somit zum Staatsziel erhoben hat? Angesichts dieser angestiegenen Tierversuchszahlen jedoch scheint dieses Staatsziel bei unseren Politikern arg in  Vergessenheit geraten zu sein und es stellt sich die Frage, was man letztlich von einer Regierung halten soll, die ihre Hausaufgaben nicht erledigt, sich nicht an ihre eigenen Gesetze hält und das Erreichen gesetzter Ziele grob vernachlässigt.

Obwohl Tierversuche nicht nur unsinnig, sondern auch moralisch unvertretbar sind, werden sie immer wieder gebetsmühlenartig damit gerechtfertigt, daß sie angeblich und vermeintlich unserem menschlichen Wohle dienen würden, was jedoch sehr umstritten und aufgrund von Studien und anderweitigen Erkenntnissen längst widerlegt ist.  Betreffs aller und letztlich unzweckmäßigen Tierversuche werden den Tieren erhebliche Schmerzen, Schäden und Leiden zugemutet. Viele der Versuchstiere sterben einen schrecklichen und qualvollen Tod.

Und irgendwie haben wir auch sehr eigenartige und merkwürdige Gesetze, denn wer z.Bsp. in seinen vier Wänden mit Absicht seinen eigenen Hund vergiftet, dem droht unter Umständen eine Haftstrafe bis zu drei Jahren Gefängnis. Vergiftet jedoch ein Wissenschaftler in einem Versuchslabor einen Hund, dann hat ein derartiger Tierquäler etwas "Großartiges" für die Menschheit geleistet und es winken ihm hohe Fördergelder für weitere Verbrechen und Greueltaten an wehrlosen Tieren.

 

Zweck unseres Tierschutzgesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Im Paragraph 1 dieses Gesetzes heißt es wohlklingend: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."
 
Dieser für jeden zivilisierten Menschen nachvollziehbare und verständliche Grundsatz findet leider nicht immer Anwendung, und so gibt es zahlreiche dokumentierte Ereignisse, wo Tiere gnadenlos und grundlos zu Tode gequält werden. Tierquälerei und Tötung sind verboten, es sei denn, es gibt diesbezüglich sogenannte "vernünftige Gründe". Somit stehen menschliche Nutzinteressen immer über dem Schutz der Opfer und was letztlich geschützt wird, sind weniger die Tiere, sondern die Herrschaftspositionen des Menschen. Jeder Tierversuch ist unmenschliche und grausame Tierquälerei. Wissenschaftler jedoch ignorieren diese Tatsache und sprechen von notwendiger Grundlagenforschung. Ist eine derartige Grundlagenforschung ein "vernünftiger Grund", das man z.Bsp. Affen den Schädel aufbohrt, um deren Gehirnfunktionen erforschen zu können?
Was ist wichtiger: Die Forschungsfreiheit oder der Tierschutz? Welches Recht hat Vorrang: das Grundrecht auf Forschungsfreiheit oder der verfassungsrechtlich verbürgte Tierschutz? Bei derartigen Versuchen zwecks Erforschung der Gehirnfunktionen wird den Primaten ein Loch in den Schädel gebohrt, durch welches dann Elektroden in ihr Gehirn geschoben werden. Auf dem Kopf dieser gequälten Versuchs-Affen wird  mit Zement eine Halterung befestigt, mit der die Tiere fixiert werden können und am Ende ihres Versuchstierlebens werden sie getötet. Und nicht selten behaupten viele der im Namen der Wissenschaft tätigen Tierquäler,daß die damit verbundenen Belastungen für die Tiere "relativ gering" sein würden. Und vergessen wir eines nicht: Nicht nur Affen sind wehrlose Opfer in den Versuchslaboren, sondern auch Mäuse, Ratten, Vögel, Fische, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und viele andere Tiere.

Ende eines Tierversuchs im Namen der Wissenschaft und Forschung

 

 

 

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